Willkommen in der Landgemeinde Stadt Nottertal-Heilinger Höhen

Liebe Bürger*innen der Stadt Nottertal-Heilinger Höhen,

mit dem Jahreswechsel sind wir nicht nur in ein neues Jahrzehnt, sondern auch gemeinsam in die neue Landgemeinde Nottertal-Heilinger Höhen gestartet. Die Verwaltungsgemeinschaft Schlotheim ist nach 20 Jahren Geschichte. Die Gemeinden Bothenheilingen, Issersheilingen, Kleinwelsbach, Neunheilingen, Obermehler und die Stadt Schlotheim bilden nun die neue Landgemeinde.

Vieles, wie z.B. die Infrastruktur, die gesellschaftlichen und sozialen Einrichtungen, die Feuerwehr, ihre Absprechpartner in den Ortschaften und in der Stadtverwaltung bleiben in gewohnter Form erhalten. Bei der Neugründung der Stadt starten wir in gewisser Weise auch von Null an. Bisher war jede Gemeinde eigenständig. Nun bilden die Gemeinden im Tal des schönen Flüsschens Notter und entlang der Heilinger Höhen eine neue Landgemeinde. Und auch wenn der Name der neuen Landgemeinde recht lang erscheint, so ist er dennoch ein Zeugnis davon, dass sich alle Fusionsgemeinden bereits im Namen der Landgemeinde wiederfinden und unabhängig davon, ihren Namen als Ortschaftsnamen dauerhaft behalten.

Aus 6 Gemeinden ist nun eine Landgemeinde entstanden. Der politische Entscheidungsprozess war keinesfalls einfach. In vielen Beratungen und Sitzungen haben die Stadt- und Gemeinderäte über die Fusion beraten, sich in Gemeinderatssitzungen und Bürgerversammlungen den Fragen der Bürger gestellt und letztendlich eine Entscheidung pro Fusion getroffen. Ohne Fusion hätte es keine Entschuldungshilfen in Höhe von rund 16 Millionen Euro gegeben. Ohne die Entscheidungen der Stadträte Schlotheim hätte das Land Thüringen die Schulden der Stadt aus den Immobiliengeschäften der 1990-er Jahre in Höhe 21 Millionen von nicht übernommen.

All diese Entscheidungen haben sich die Stadt- und Gemeinderäte wahrlich nicht einfach gemacht. Aber allein dem verantwortungsvollem und durchaus weitsichtigen Entscheidungen der Mandatsträger ist es zu verdanken, dass sich die Landgemeinde neu aufstellen kann und weitgehend entschuldet in eine neue Zukunft starten kann.

Wir stehen gemeinsam ganz am Anfang. Aus 6 Gemeinde- und Stadträte ist nun 1 Stadtrat mit 54 Räten geworden. Die Gemeinde(-räte) Körner und Marolterode sind von den Änderungen nicht betroffen. Der Übergangsstadtrat der Landgemeinde muss bis zur Wahl des neuen Stadtrates neue Formen des politischen und gesellschaftlichen Zusammenwirkens finden und dann festigen. Wir müssen nun die gewachsenen Beziehungen der einzelnen Ortschaften neu im Stadtverbund fördern, das Geschaffene bewahren, aber auch neue Wege gehen, um uns als Stadt Nottertal-Heilinger Höhen auch einen neuen, guten Ruf zu erwerben. Kurzum: Wir müssen eine Anlaufphase durchstehen. Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Es gibt keinen Leitfaden oder ein Patentrezept für eine Neugliederung der Gemeinde. Jede Neugründung einer Gebietskörperschaft birgt aber nicht nur Risiken. Sie bringt auch die Chance, die neue, größere Stadt Nottertal-Heilinger Höhen nach den eigenen Vorstellungen völlig neu aufzubauen.

Diese Aufgabe obliegt in erster Linie den gewählten politischen Entscheidungsträgern und der Stadtverwaltung. Aber jeder Einzelne kann seinen Beitrag für die Stadt Nottertal-Heilinger Höhen leisten, indem er selbst die Initiative ergreift und mitgestaltet. Wir freuen uns, wenn Sie sich nicht nur über die neuen oder bekannten Medien, sondern auch aktiv in die neue Landgemeinde einbringen. Nutzen Sie bitte weiterhin den Heimatboten, die Stadtrats- oder Ortschaftsratssitzungen, die Sprechstunden, den Kummerkasten oder unsere Internetpräsenz, um die Informationen aus 1. Hand zu erlangen, Anregungen und Anliegen vorzutragen oder auch konstruktiv Kritik zu üben.

Insoweit wünsche ich allen Bürger*innen der Stadt Nottertal-Heilinger Höhen für das Jahr 2020 vor allen Dingen Mut zur Veränderung und den Stadt- und Ortschaftsräten insbesondere Mut gemeinsam neue Wege zu gehen.

Nicole GehretBeauftragte